Schulen

Grundschule auf sechs Jahre verlängern, um nicht zu früh zu differenzieren

Kinder sollen länger gemeinsam unterrichtet und nicht zu früh in die verschiedenen weiterführenden Schulen aufgeteilt werden.

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Kommentare (173)

Diana

04.02.2018 22:51

Damit würde auch den unterschiedlichen Entwicklungsständen (Reife) entsprechend Rechnung getragen. Förderungsschwerpunkte bis dahin sollten verstärkt in den Bereichen:
- soziale Kompetenz
- Selbstwert
- Gemeinschaftssinn stärken (durch Sportangebote, gemeinsames Musizieren und Gestalten)
- Erlernen von Verantwortungsübernahme für sich und andere
erfolgen.

Das mehr "spielerische" Erlernen einer weiteren Fremdsprache könnte bereits in dieser Schulform beginnen.

Sabine

04.02.2018 22:48

Ich will das Bedingungslose Grundeinkommen. Die Menschen entscheiden zu Bildung und Beruf. Politik wird den Menschen nicht empfehlen und vorschreiben, wie lange Kinder gemeinsam unterrichtet zu werden haben. Also ist Ihr Vorschlag in Zukunft nicht erwünscht.
Bevor das BGE eingführt wird, bin ich für gemeinsamen Unterricht von Kiga bis Abgang.

Daniel

04.02.2018 21:34

Meiner Meinung nach sollte es eine einheitliche Gesamtschule geben. Hauptschule, Realschule und Gymnasium sollten abgeschafft werden. Die Differenzierung der Schüler sollte in den Fächer erfolgen. Jedes Fach einer Jahrgangsstufe hat verschiedene Schwierigkeitsstufen, z.B. Stufe 1,2,3. Kinder mit Mathe Problemen gehen in Mathe Stufe 1. Dort werden gezielt Lücken gefüllt. Schnellere Schüler gehen in Mathe Stufe 3. Man könnte jetzt denken, dass es so ist wie bisher. Aber: Der Schüler, der in Mathe schlecht ist, kann jetzt auch in Deutsch Stufe 3 sein.

Vorteile:
- gezielte Förderung von Stärken
- gezieltes Arbeiten an Schwächen
--> Förderung der Individualität
- keine Abgrenzung/Diskriminierung
- Ausbildungsberufe werden aufgewertet
- Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
--> keine Klassengesellschaft mehr!!!

In bin der Meinung, dass viele gesellschaftlichen Probleme auf das Schulsystem zurückzuführen sind. Es hat Einfluss aufs Umfeld, Freunde, und die berufliche Perspektive.

Wichtig: In Zukunft werden viele "einfachere" Jobs, wie Kassierer, LKW-Fahrer von Maschinen ersetzt werden. Individualität wird immer wichtiger. Das jetzige Schulsystem ist meiner Meinung nach veraltet und nicht zukunftsweisend.

Jen

04.02.2018 19:48

Ich bin für die Verlängerung der Grundschulzeit, da die Kinder mit 10 eben noch Kinder sein dürfen sollten, ohne den Einfluss einer pubertär aufgeputschten Umgebung. Zudem ermöglicht man den Kindern zum Pubertätsanfang einen Weg sich selber „neu“ in seiner Umgebung aufzustellen.

Wig2018-10b

04.02.2018 15:19

Oft kommt die Frage auf, ob man die Grundschulzeit von vier auf sechs Jahre verlängern sollte. Dagegen spricht, dass bei einer gemeinsamen Zeit in einer Grundschulklasse von mehr als vier Jahren es dazu kommen könnte, dass die leistungsfähigeren Schüler in der Klasse durch die von der Schule abgeneigten Kinder auf ein niedrigeres Leistungsniveau heruntergezogen werden. Dafür spricht allerdings, dass sich leistungsschwächere Schüler eventuell an begabteren Schülern orientieren und sich so ihre eigenen Leistungen verbessern, da sie durch eine Verlängerung der Grundschulzeit auch mehr Zeit haben, ihr schulisches Potenzial voll auszuschöpfen, bevor sie eine Entscheidung treffen müssen, die ihre gesamte weitere Schullaufbahn betrifft. Die oben aufgeführten Argumente berücksichtigend kann ich sagen, dass ich eine Verlängerung für hilfreich dafür halte, die Leistungen des Einzelnen bestmöglich zu fördern.
-Sophia

Cornelia

04.02.2018 13:28

Dies zu verallgemeinern finde ich nicht gut. Kinder die bereits so fit sind, auf eine weiterführende Schule zu gehen, sollte dies nicht verwehrt werden. Andererseits sollen Kinder, die länger brauchen, die Chance bekommen zuerst auf die Haupt/Mittelschule zu gehen und dann später wechseln zu können.

Flavius

04.02.2018 13:19

Ich habe selbst die fünfte Klasse zunächst an der Hauptschule und dann nochmal am Gymnasium besucht. Der Unterschied war enorm. Ein Einheitssystem nützt keinen. Hier werden "Äpfel" und "Birnen" zusammen geworfen. Vier Jahre für Schreiben, Lesen und die Grundrechenarten sind ausreichend. Dann muss es einmal spezieller werden. Lieber die Durchlässigkeit zwischen den weiterführenden Schulen verbessern und den zweiten Bildungsweg stärken. Ein konsequentes System, aber durchlässig.

Gelöschtes Profil

04.02.2018 11:01

Vor allem müsste der unmenschliche Leistungsdruck verringert werden, den das Übertrittszeugnis verursacht. Auch nach 6 Schuljahren wären viele Kinder dem nicht gewachsen. Warum kann man denn in Bayern keine Gesamtschulen einführen? Damit würden sich m.E. viele Probleme von alleine lösen.

Flavius

04.02.2018 13:21

"Unmenschlichen Leistungsdruck" habe ich nicht erlebt. Kinder müssen angemessen gefordert werden. Die Schule als Wohlfühlinsel löst spätestens beim Verlassen derselben einen Realitätsschock aus. Individuelles Fördern und Fordern vor kollektivistischer Gleichmacherei!