Bildungschancen

Anonyme Einstellungstests einführen

Es sollen anonyme Einstellungstests für Arbeitssuchende eingeführt werden. mehr

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Kommentare (140)

Sven

04.02.2018 21:19

Da es Studien gibt, die darauf hindeuten, dass unterbewusst anhand von Namen und Foto auf die Fähigkeiten der Bewerber*innen geschlossen wird, wäre es sinnvoll, diese Informationen im ersten Schritt nicht verfügbar zu machen, sondern nach den Fähigkeiten, Zeugnissen und Erfahrungen zu gehen.
Ob das aber verpflichtend für alle gemacht werden kann und muss?
Und warum der Schulabschluss dafür keine Rolle spielen soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.

Flavius

04.02.2018 11:14

Der "Schulabschluss" (s.o. "mehr") soll nicht über die Auswahl der Bewerber entscheiden dürfen? Soll das ein Scherz sein? Der Schulabschluss ist ein zentrales Kriterium. Besuchen wir mindestens 9 Jahre die Schule, damit unsere Leistungen dort gleichgültig sind? Das ist eine Bildungsnation nicht würdig.

Auch sonst kann man den Arbeitgebern gerade beim anstehenden Fachkräftemangel durchaus zutrauen den Bewerber zu wählen, der am besten geeignet ist. Ansonsten schadet man sich doch nur selbst. Am Schluss muss immer bewertet werden, ob sich ein Mensch in ein Unternehmen einfügen kann. Man muss ihn persönlich kennenlernen. Für alles andere gibt es das ohnehin shcon viel zu weite Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Reinhard

04.02.2018 10:53

Als ehemalige Führungskraft mit Persona-lverantwortung halte ich das für unnötig. Es muss jedem Arbeitgeber vorbehalten sein, wen er zu einem Bewerbungsgespräch oder einer, wie auch immer gestalteten, Bewerbungveranstaltung einlädt.

Jen

04.02.2018 07:00

Bringt nur was bei Firmen die aufgrund des Namens gleich aussortieren weil sie denken der Mensch spricht kein Deutsch. Ich halte nicht viel davon denn ich will ja auch sehen wen ich einstelle und ob die Person auch Wert darauf legt in der Firma zu arbeiten. In meinem Job kommt es bspw auf Genauigkeit und Sorgfalt an. Das geht beim bewerbungsfoto los. Und mir ist es bspw egal welche nationalitat jemand hat. Viel wichtiger ist der Mensch und ob er ins Team passt und die Fähigkeiten mitbringt. Ich bin jetzt natürlich eine offene Person was Nationalitäten angeht. Doch größere Firmen würden spätestens beim Vorstellungsgespräch sowieso einen Rückzieher machen. Demnach klaut man allen Beteiligten nur sinnlos Zeit. Wer keine Ausländer oder Frauen oder was auch immer in seiner Firma will, wird sie auch über diesen Weg nicht einstellen/behalten und die Probezeit oder andere Faktoren entsprechend anpassen.

Holly

03.02.2018 20:33

Das halte ich für wirklich bedenklich! Was soll ein anonymer Test denn aussagen oder für was oder wen soll ein anonymes Ergebnis sinnvoll sein, wenn man nicht weiß, wer geeignet oder eher nicht geeignet ist. Selbst wenn dann ein ausländisch aussehender, behinderter oder sonst wie oft benachteiligter Mensch dann tatsächlich eine Stelle bekommen würde, müsste die Person die Probezeit überstehen. Da könnte sich der Arbeitgeber dann doch wieder umentscheiden. Andererseits käme es vielleicht tatsächlich mal auf einen Versuch an. Große Firmen könnten einen solchen Versuch starten. Wenn sich das System als sinnvoll erweisen würde, könnte das Nachahmer nachziehen.

Nic

03.02.2018 19:28

Anonymisierten kann beim Arbeitgeber dazu führen, dass er Angst hat sich ein faules Ei ins eigene Nest zu legen, daher würden dann Headhunterfirmen das übernehmen und die Leute erst nach Prüfung vermitteln.
Sinnloser Versuch von Gleichstellung.
Das muss jedes Unternehmen von sich wollen, denn sonst werden immer Wege gefunden, das zu umgehen.