Bildungschancen

"Ghettoisierung" durch gezielte Stadtplanung und sozialen Wohnungsbau vermeiden

Mit Stadtplanung und sozialem Wohnungsbau kann eine Stadt so entwickelt werden, dass eine heterogene Zusammensetzung in den Schulen entsteht. mehr

Ihre Meinung zum Vorschlag? Jetzt bewerten oder im Eingabefeld kommentieren.

Kommentare (172)

Richard

04.02.2018 18:48

Das ist sicherlich ein guter Ansatz - ich frage mich nur, wie der Umgesetzt werden soll. Der Ausverkauf der Innenstädte geht voran, städtisches Eigentum wird kurzsichtig gewinnbringend veräussert, als das man mit ein wenig Weitsicht in Wohn- und Kulturprojekte investiert, Einzelhandel stärkt und eine soziale Durchmischung der Wohngebäude und -viertel fördert. Gentrifizierung ist dabei ein wichtige Stichwort - natürlich gehört es zu einer normalen Wirtschaftlichen Entwicklung das Mietpreise steigen, wenn Stadtviertel "in" werden, aber das lässt sie letztendlcih auch ausbluten. Ein gewisser Milieuschutz oder Mileuförderung, wie sie gerade in Berlin anläuft, sehe ich als einen wichtigen Grundstein einer nachhaltigen Stadtplanung - auch der vereinfachte Zugang zu Kultur- und Bildungsangeboten ausserhalb der Schulen sollte vereinfacht werden. es müssen keine neuen Bibliotheken aus dem Boden gestampft werden, aber es könnten durch aus kleine gemndliche Kulturräume geschafft werden, die auch als Probierbühnen - besonders für die Jugend genutzt werden könnten. Mietraum für Wohnungen und Einzeluntehmensprojekte sollten erschwinglich bleiben und durch den öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar sein.

Gisela

04.02.2018 17:56

Ich bin auch gegen Ostern, Pfingsten und Weihnachten und gegen die soziale Herkunft, die nicht über den Bildungsverlauf des Kindes bestimmen soll! Also wo fangen wir an? Mit der Stadtbevölkerung oder der Landbevölkerung?

Reinhard

04.02.2018 10:46

Die Situation von verfügbarem und auch bezahlbarem Wohnraum nimmt im Sinne eines guten Zusammenlebens in unserer Gesellschaft so langsam bedrohliche Züge an. Es war ein Fehler, dass sich die öffentliche Hand zunehmend aus dem Wohnungsbau zurückgezgen hat und dies denjenigen überlassen hat, den nur den größt möglichen Profit sehen.
Hier muss das Rad wieder etwas zurück gedreht werden. Markus Söder hat das wohl erkannt.
Allerdings sollte eine Getoisierung vermieden werden. Auch gegen eventuelle Widerstände aus der sogen. "besseren Gesellschaft" in der Bevölkerung muss gestreut werden. Soziale Schichten dürfen keinesfolls bewusst voneinander getrennt werden.

Münchner

04.02.2018 07:37

Die "Ghettoisierung" ist doch Standard und das wird sich auch nie ändern. Überall, wo "die Stadt" Flächen für den Wohnungsbau bereitstellt und durch städt. Gesellschaften bebauen lässt, entstehen Ghettos, da gem. div. Satzungen der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften eben auch bzw. überwiegend Wohnungen für sozial schwache Menschen gebaut werden müssen(!) . Selbst wenn ein Anteil der Wohnungen frei auf dem Markt wäre, würden sich nur wenige Leute finden, die sich in einem solchem "Sozialbau" dann Wohnungen für 500.000€ oder mehr kaufen und darin wohnen möchten.