Mittelstand und Handwerk fördern

Gewerbesteuer nach Bevölkerungsdichte und Betriebsgröße staffeln

Ein solcher Mini-Finanzausgleich innerhalb Bayerns soll für eine bessere Verteilung der Unternehmen sorgen.  mehr

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Kommentare (25)

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Brelch

16.01.2018 19:36

Der gesamte kommunale Finanzausgleich in Bayern müsste dringend reformiert werden, inkl. Gewerbesteuer.
Eine bessere Verteilung der Gewerbebetriebe sollte unbedingt dabei als eines der Ziele angestrebt werden. Die großen Ballungsräume (und hier natürlich insbesondere München) ziehen zu viele Betriebe an. Folge: München platzt bald aus allen Nähten, die Preise dort steigen und immer mehr Menschen laufen vom Land in die Stadt.
Gleiche Lebensverhältnisse in Bayern sollten auch in Form der finanziellen Ausstattung von Kommunen ins Auge gefasst werden. Es gibt viele Faktoren, die heute leider keine Berücksichtigung im Finanzausgleich finden, wie beispielsweise die topographische Lage einer Kommune.
Beispiel: baut eine Landgemeinde ihre Wasserversorgung aus (ja, das gibt es noch!) oder müssen Leitungen saniert werden und diese Gemeinde liegt "im flachen Land", braucht sie bei weitem nicht so hohe Finanzmittel dafür, als eine Gemeinde mit "Berg auf, Berg ab - Topographie". Folge daraus ist, dass die Bürger in der zweitgenannten Gemeinde weitaus höhere Gebühren zahlen müssen (da kostenrechnende Einrichtung = Investitionen und Betriebskosten müssen in die Gebührenkalkulation einfließen).

saalfred

16.01.2018 22:55

Die großen Ballungsräume ziehen ja so viele Betriebe an, weil hier am meisten (gut qualifizierte) Arbeitnehmer zu finden sind. Nur über den kommunalen Finanzausgleich kann dieses Problem also kaum geregelt werden. Wichtig wäre auch der Ausbau der kulturellen Infrastruktur, des ÖPNV und der Bildungslandschaft um die Peripherie generell attraktiver zu gestalten.

Alo

16.01.2018 16:22

ich bin dafür den Steuerwettbewerb zwischen den Kommunen aufrecht zu erhalten.
Dennoch gehört die Gewerbesteuer reformiert, da die jetzige Regelung dazu führen kann, dass sogar Betriebe die keinen Gewinn erzielen GeSt zahlen müssen, was existenzgefährdend sein kann

Peter

15.01.2018 16:47

Wahrlich wahrlich ich sage Euch:
Herr Ministerpräsident Markus Söder wird sofort nach seiner Wahl eine Sezessions-Bewegung in ganz Bayern - hin zur Ostmark (Austria - Österreich) in Gang setzen und unverzüglich durch eine Volksabstimmung bzw. durch ein Plebiszit (in Bayern gesetzlich zugelassen) in nationales Recht umsetzen, genau wie der Herr Freiheitskämpfer in Spanien?
Denn Herr MP Söder ist ja nicht dumm, denn in der Ostmark bekommt jeder Rentner Monat für Monat 500 Euronen mehr als in IM ERIKA´s DDR 2.0?
Und alle bekommen ein dreizehntes und vierzehntes Monatsgehalt, vor allem die Staatsangestellten?
Und alle Ostmark-Bewohner dürfen spätestens mit Erreichen des 60. Lebensjahres in Rente gehen bzw. die Rente beantragen?
Do schaug her - und da kuckste blöd, wa?

Moderationsteam

Kommentar der Moderation
15.01.2018 17:19

Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,

vielen Dank für Ihren Kommentar auf www.2030-deine-zukunft.bayern.

Wir freuen uns, dass Sie am Beteiligungsprozess zum Bürgergutachten 2030. BAYERN, DEINE ZUKUNFT teilnehmen. Wir möchten Sie an dieser Stelle auf unsere Netiquette hinweisen und betonen, dass wir an einem sachlichen und konstruktiven Dialog interessiert sind.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei weiteren grenzwertigen oder gar beleidigenden und/oder verletzenden Äußerungen sich die Moderation das Recht vorbehält, Ihre Kommentare zu sperren oder Sie gegebenenfalls sogar aus der Diskussion auszuschließen.

Mit freundlichen Grüßen
Das Moderationsteam des Bürgergutachtens 2030. BAYERN, DEINE ZUKUNFT

Peter

15.01.2018 16:43

Es gibt Kommunen in Deutschland, die gar keine Gewerbesteuer erheben oder nur einen ganz niedrigen Hebesatz - und diese Kommunen haben einen totalen Zulauf. Vor allem in NRW. Wer an den Adressen der Kommunen interessiert sein sollte, der melde sich bitte.

Roland 07

13.01.2018 22:04

Die Gewerbesteuer gehört reformiert, ich zahle als Selbstständiger mehr Steuern (gesamt) in meiner Kommune (Gewerbest.-Hebesatz 400%), als wenn ich mich woanders niedergelassen hätte. Dies widerspricht sogar dem Gleichheitsgedanken im Grundgesetz.

Susanne

09.01.2018 13:42

Die Gewerbesteuer muss insgesamt reformiert werden. Es muss mehr interkommunale Gewerbegebiete geben, damit die Zersiedelung der gesamten Landschaft gestoppt wird. Hierzu gibt es auf Bundesebene eine geltende Nachhaltigkeitsstrategie, die Flächenverbrauch reduzieren soll.

Susanne

09.01.2018 13:42

Die Gewerbesteuer muss insgesamt reformiert werden. Es muss mehr interkommunale Gewerbegebiete geben, damit die Zersiedelung der gesamten Landschaft gestoppt wird. Hierzu gibt es auf Bundesebene eine geltende Nachhaltigkeitsstrategie, die Flächenverbrauch reduzieren soll.

Armin

03.01.2018 22:59

Ich finde das extrem wichtig. Ich glaube, dass auch 10.000 neue Wohnungen in München die Wohnungsnot nur marginal lindern würden. Dann ziehen halt 10.000 Menschen aus den Vororten oder aus dem Land nach München. Es gibt dann wieder keine Wohnungen! Effektiver wäre es, Firmen und Behörden in kleineren Städten und im ländlichen Raum anzusiedeln und dort Voraussetzungen dafür zu schaffen dass Menschen sich dort wohl fühlen und gerne leben wollen.

Bernhard

04.01.2018 14:01

Ja, das ist ein sehr guter Vorschlag, da man in der Oberpfalz viel billiger und umweltschonender 10.000 neue Wohnungen erstellen könnte als in München. Es sollten daher grade die IT-Firmen durch den Ausbau der ländlichen Bandbreite ermutigt werden z.B. nach Weiden oder Cham zu ziehen. Wichtig ist es auch, immer im Dialog mit bereits ansässigen Betrieben zu bleiben und proaktiv im ländlichen Bereich Expansionsmöglichkeiten anzubieten.

Jörg

02.01.2018 13:58

Da die Gewerbesteuer den Städten und Gemeinden gehört werden zumindest bei uns gewerbliche Bauprojekte (Gewerbegebiet, Hotels) massiv gefördert, der private Wohnungsbau aber komplett vernachlässigt. Die Gemeinde schauen nur, wie sie die Gewerbesteuereinnahmen erhöhen können. Der Gemeinderat, in dem meist Unternehmer oder Großbauern sitzen, setzt das dann um. Ein privater Bauwilliger scheitert entweder schon am Gemeinderat ("das Haus von der Straße nach hinten versetzen werden wir sicher nicht genehmigen, aber als Hotelprojekt könnten wir uns das Grundstück vorstellen") oder spätestens im Landratsamt.
Eine gleichmäßige Aufteilung der Gewerbesteuer nach Bevölkerung der Gemeinden würde dieses Fehlanreize korrigieren.