Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Betreuung

Unbürokratische Hilfsangebote bei der Pflege von Angehörigen im Alter schaffen

Bei der Pflege älterer Familienmitglieder müssen bürokratische Hindernisse abgebaut und unbürokratische Hilfsangebote geschaffen werden. mehr

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Kommentare (10)

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geole

15.01.2018 17:20

Auf jeden Fall sollte die "Pflege zuhause" wieder der Regelfall werden. Dafür müssen für die Pflege durch Angehörige im Umfeld der/s zu Pflegenden die Hilfsangebote verbessert werden, z.B. durch bessere Unterstützung durch ambulante Pflegedienste. Das Pflegegeld für die häusliche und ambulante Pflege sollte erhöht werden.

Sabine

01.01.2018 14:45

In jeder Gemeinde/Stadt sollte Pflicht sein, neben Kindergarten und Schule, auch für Senioren menschenwürdige Betreuung anzubieten.

Erforderlich wären geeignete Räumlichkeiten, alters- und behindertengerecht eingerichtet. Je nach Anzahl der zu betreuenden Personen festangestellte Pflegekräfte, die durch Privatpersonen aus der Gemeinde/Stadt unterstützt werden, die sich gerne sozial engagieren und Zeit haben, so eine Art Nachbarschaftshilfe. Diese Hilfspersonen erhalten eine Unkostenpauschale pro Stunde. Sie könnten alle die Arbeiten übernehmen, die nicht von einer ausgebildeten Pflegekraft erledigt werden müssen. Hierzu gehören Reinigungsarbeiten, Essen zubereiten, Spaziergänge, Betreuung usw.
Die Betreuung könnte auch nach Absprache in den eigenen vier Wänden möglich sein. Entscheiden sollen die Senioren selber, wo sie ihre Tage lieber verbringen möchten, daheim oder in der Gemeinschaft. Ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben im Alter, das wünschen wir uns doch alle, oder?
Die festangestellten Pflegekräfte wären nicht mehr in der Situation, von ihrem privaten Arbeitgeber auf Kosten der Senioren ausgenutzt zu werden, da sie bei der Stadt/Gemeinde ordentliche Arbeitsbedingungen und Bezahlung hätten. Dadurch wären sicher mehr junge Leute bereit, eine Ausbildung in der Pflege zu machen und später auch dabei zu bleiben.
Überlasst dieses wichtige Thema nicht irgendwelchen Investoren und Geschäftemachern, die sich weder um die Belange der Senioren noch um die ihrer Angestellten scheren, sondern nur den größtmöglichen Gewinn im Auge haben!

Die Finanzierung der Betreuung könnte über die Pflegeversicherung mitgetragen werden oder jede Kommune gründet einen Verein für die Versorgung der Senioren. Dann könnte aus den Mitgliedsbeiträgen und einem Zuschuss aus Landes- bzw. Bundesmitteln die Kosten gedeckt werden.

De

29.12.2017 12:12

Elternunterhalt! Abschaffen bzw. erst bei einem Einkommen ab 100.000€. So auch jetzt die Forderung der SPD zur Regierungsbildung. Der Staat hat einmal diese Verpflichtung übernommen und dann mehr stillschweigend auf die Kinder verlagert. Eltern müssen die Kinder auf Unterhalt verklagen (übernimmt der Bezirk) weil diese keine Vorsorge getroffen haben, weil nach dem Krieg andere Bedingungen herschten (Frau ist Hausfrau und Kindererzieherin, dafür keine eigene Rente) und in den weiteren Jahren Rücklagenbildung/Versicherung Pflege kein Thema war. Kinder müssen eine Pflege bezahlen, je nach Einkommen, die nicht bezahlbar ist. Hier eine banal Rechnung; Pflegekosten 3000€, Pflegkasse zahlt 1000€, Durchschnittsrente 1200€ (Minus KV;PV), plus Taschengeld 100€. 40% der Bevölkerung ist Aufgrund der Rente und Rücklagen ausreichend versorgt, 40% sind überhaupt nicht Leistungsfähig ( Geringverdiener, Arbeitslose, Alleinerziehende usw.), bleiben 20% die auch nur zu einem geringen Teil dann beitragen. Der Einsatz der Kinder in der Betreuung der Eltern als Unterstützung der Pflege findet überhaupt keine Beachtung, alle Kosten und Leistungen die über das Taschengeld hinausgehen findet keine Beachtung. Viel Aufwand für nichts. Ich unterstelle einmal das sich die Verwaltung durch die Einnahmen noch nicht einmal selbst trägt. Den Hilfsbedürftigen im Pflegeheim kommt das am wenigsten zu Gute.

Yvonne

29.12.2017 09:31

Vielen Familien stellt sich die Frage mit der Betreuung der Angehörigen - und wie lange dies noch stemmbar ist Zuhause. Leider ist die Bürokratie so hoch, dass man teilweise gar nicht in der Lage ist, dies alles zu bewältigen.
Es gibt (fast) in jedem Ort einen Kindergarten. Wäre es nicht schön, hieran etwas wie eine "Seniorentagesstätte" anzuschließen. Die Senioren könnten dann (wie die Kids auch) von der Familie vor der Arbeit gebracht und danach wieder abgeholt werden. Mit Begegnungsraum in der Mitte, in dem sich die Senioren mit den Kindern beschäftigen könnten, wenn ihnen danach ist.
Die Erhieher wären entlastet, Senioren beschäftigt, und hätten vor allem eine Aufgabe, und das Gefühl, gebraucht zu werden.