Zusammenleben

Brauchtum und Kultur leben

Brauchtum, Sprache und Kultur sind das, was uns in Bayern verbindet; sie sollen aktiv gelebt werden. mehr

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Kommentare (47)

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Michael

18.01.2018 14:05

Die bayerische Sprache, das Fränkische und das Schwäbische sollten echt gefördert werden, sie sollten selbstbewußt und selbstverständlich sein, denn sie sind im Gegensatz zum Schriftdeutschen lebendig gewachen und nicht bürokratisch kalt.
Notfalls sollte man die als weitere "Amtssprachen" in Bayern neben dem Deutschen statusrechtlich aufwerten, sie auch im Rundfunk und Fernsehen zumindest "im Ansatz erkennbar sein lassen". Zweisprachige Ortsschilder (wie in Sachsen oder Friesland) wären vielleicht auch denkbar.

Wolfhard

14.01.2018 13:59

In Bayern wird doch nun wirklich nicht zu wenig Brauchtum praktiziert. Viel besser wäre, wenn das Lederhosengetue und Wiesengesaufe etwas reduziert werden würde. Gut wäre allerdings, Kleinkust und die dort angesiedelte Musik- und Theaterscene zu fördern. Wir stevken Millionen in den klassischen Musikbetrieb hinein aber wenig in den aerhalt von Jazzclubs und Kleinkunstbühnen.

Armin

14.01.2018 12:32

Unabhängig von einer ehrenamtlichen Tätigkeit und der Ehrenamtskarte, finde ich, dass jede Bürgerin und jeder Bürger der in Bayern wohnhaft ist, zu sämtlichen Museen und öffentlichen Einrichtungen freien Zutritt, ermäßigten und/oder bevorzugten Zutritt erhalten sollte. Dies fördert die Identifizierung von bayerischen Bürgerinnen und Bürger mit der bayerischen Geschichte und ermöglicht allen, sich damit zu beschäftigen. Beispielhaft waren viele noch nicht im Schloss Neuschwanstein, da sie vor den langen Besucherschlangen zurückschrecken. Mit einem jeweiligen täglich vorhandenen Kontingent für bayerische Bürgerinnen und Bürger zum bevorzugten Eintritt, würde den Vorbehalten entgegenwirken und unabhängig von Ehrenamt sollte es uns allen ermöglicht werden kostengünstig und bevorzugt uns mit unserer bayerischen Kultur auseinandersetzen zu dürfen. Schließlich fördern auch wir mit unseren Steuermitteln den Unterhalt dieser Einrichtungen.

Gitta

13.01.2018 11:55

Wenn man regionales Brauchtum und die dazugehörige Kultur pflegt und fördert und Ghettos vermeidet dürfte das der größte Garant für ein freudiges und vielseitiges Zusammenleben sein. Ein VERLEUGNEN seiner Herkunft ist hingegen weder den Einheimischen noch den noch Fremden zuträglich. Lassen Sie uns unsere Wege einfach gemeinsam gehen!

NaHe

09.01.2018 08:52

Liegt das nicht in der Hand eines jeden Bürgers?!? Wie soll die Politik dieses Vorhaben unterstützen? Politiker sind doch ohnehin schon auf jedem Fest und jeder Feierlichkeit vertreten. Gibt es dann einen Ausflug des gesamten Landtages zum Brauchtumsfest xy?

Pascal

08.01.2018 19:28

... und?

Was soll die Politik jetzt machen? Volksfeste subventionieren oder verpflichtende Bayrisch-Kurse anbieten?

Wer sein Brauchtum leben will, soll das tun. Es ist aber absurd, den Staat verpflichten zu wollen, das zu unterstützen.

xyz

08.01.2018 18:03

1) "Brauchtum, Sprache und Kultur sind das, was uns in Bayern verbindet; sie sollen aktiv gelebt werden."
Gesellschaftliche Spaltungen aus Vergangenheit und Gegenwart sowie eine grundsätzliche Diversität durch stete Zuwanderung und Wertewandel werden hier negiert. In Bayern gibt es keine Einheit bzw. einen Grundkonsens bei Brauchtum, Sprache und Kultur. Die Behauptung, dass es so wäre, ist eine gefährliche Simplifizierung und es schließt per Definition einige aus. Vielmehr gibt es humanistische Grundwerte, das Grundgesetz sowie regionale Identifikation bzw. Kultur. Man identifiziert sich in der Regel als Nürnberger, Allgäuer, Bayerwaldler oder auch mal als Europäer oder Weltbürger. Zudem kann man niemandem vorschreiben sich "zu identifizieren".

Wenn man in der Vergangenheit die unten angesprochenen traditionellen christlichen Werte nur im Ansatz in der Breite gelebt hätte, gäbe es in der Gegenwart sehr viele Probleme so nicht.
Es muss auch gesagt werden, dass sehr viele den Deckmantel des Brauchtums für Besäufnisse (→ Volksfeste, Fasching) benutzen.

2) Damit verbunden ist auch, dass man im Internet die Vielfalt nur ungenügend darstellt und außerdem die Informationen oftmals unzureichend sind.
Unter bayern.by oder auch bayern.de sind die einzelnen Regionen nicht zu finden, weder die größeren noch die kleineren. „Einheimische“ sowie Auswärtige sollten sich ein aktuelles und umfassendes Bild von Bayern machen können.

Ein kleines Beispiel zur Informationsqualität:
Bei der Seite des Bayerischen Golf- und Thermenlandes gibt es eine interaktive Karte mit sehr wenigen Einträgen bei z.B Denkmälern, Museen und Freizeiteinrichtungen. Es wird der falsche Eindruck erweckt, dass es kaum Sehenswertes gibt.

Volker

07.01.2018 21:06

Ich fänd es extrem eichtig dass die bayerischen Dialekte (Bairisch, Fränkisch, Schwäbisch) besser gefördert werden. Beispiel Schweiz: in vielen deutschsprachigen Kantonen ist es Erziehern verboten Schriftdeutsch zu sprechen. In der Konsequenz sprechen auch Einwanderer spätestens in der zweiten Generation Schweizerdeutsch. Für die Kinder ist das nur positiv. Es ist ja durch etliche Studien bestätigter Fakt dass Mundartsprecher besser sind in Deutsch und Fremdsprachen sowie eine bessere Auffassungsgabe besitzen. In München lässt sich das Gegenteil beobachten: Im gleichen Maß wie die Dialektkompetenz, nimmt auch die Deutschkompetenz bei Kindern ab.

Laura

07.01.2018 20:57

Ich möchte einen anderen Denkansatz einbringen: Viele junge Menschen haben mit den sog. christlichen Werten sprichwörtlich nichts am Hut; sie folgen anderen oder eigenen Modellen. Ich fände es wichtig erst einmal zu evaluieren, was jeder Deutsche eigentlich unter den Begriffen "Brauchtum" und "Kultur" versteht. Das ist kein Thema, das wir der Politik (der höchst seltsame Vorstoß von Herrn de Maizière zum Thema Deutsche Leitkultur) oder Institutionen (z.B. der kath. Kirche) überlassen sollten! Ich vermute, dass bei dieser Frage klaffende Lücken zwischen den Generationen aufgezeigt werden können. Hier gilt es ein gesundes Gleichgewicht zu schaffen, zwischen Tradition und MultiKulti, das keinem von beiden Seiten Angst macht!