Studium

Aufnahmeprüfungen zum Studium einführen

Aufnahmeprüfungen sind ein gerechteres Kriterium für die Aufnahme zum Studium als die Abiturnoten, die oft sehr unterschiedlich zustande kommen und auch zwischen den Bundesländern nicht vergleichbar sind. mehr

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Kommentare (83)

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Werner

16.01.2018 14:30

Wenn Aufnahmeprüfung dann für alle Fächer! Und: Die Bedingungen müssen bekannt sein, in Deutschland für alle gleich sein! Es darf dann keine Ausnahmeregelungen, Sonderkontingente mehr geben! Das Abitur muss sich dann auch daran orientieren, so dass nicht gesonderte Vorbereitungskurse wie in Frankreich nötig sind! Gleichzeitig Abschaffung des Nummerus Clausus!

10ab

16.01.2018 09:00

Dadurch, dass jedes Bundesland ihr Abitur selber gestaltet, sind sehr große Unterschiede auch im Schwierigkeitsgrad und dem Niveau der Abiturprüfungen. So ist ein Abitur aus Bayern "mehr Wert" als eins aus Hessen. Deswegen wäre es gerechter, eine Aufnahmeprüfung, wie beispielsweise schon in Österreich, hier in Deutschland einzuführen.

AnnSophie

15.01.2018 19:02

Wir (Schülerinnen aus der 10. Jahrgangsstufe des sozialwissenschaftlichen Zweigs) sind der Ansicht, dass ein solcher Test eingeführt werden sollte, da die Abitur-Note selten aussagt, wie geeignet man für eine bestimmte Studienrichtung ist. In vielen Berufen (wie z.B. Lehrer, Kindergärtner, Pfleger, Psychologe, etc.) kommt es neben dem Fachwissen auch auf den Charakter und die Umgänglichkeit mit Menschen an. Natürlich ist Allgemeinwissen notwendig, nur finden wir es nicht gerecht, wenn man wegen Noten, die inhaltlich nichts mit dem Studium zu tun haben, nicht das erlernen kann, für das man sich interessiert und beteiligt (Bezug auf NC). So bedeutet es nicht, dass ein Schüler mit hohem NC unbedingt ein besser Arzt werden muss, als ein in dem Bereich sehr engagierter Schüler mit niedrigem NC. Weiterhin ist es auch ungerecht, dass beispielsweise bei einem Physikstudium die Noten der Nebenfächer Kunst oder Musik (je nach Wahl) durch den NC berücksichtigt werden, wobei dies vielleicht ausschlaggebend ist ob man den Studien-Platz bekommt oder nicht, obwohl es nicht viel mit dem angesprochenen Fach gemeinsam hat. Deshalb sind wir der Meinung, das die Einführung solcher Tests tatsächlich sinnvoll wäre.
LG Anika, Leonie, Ann-Sophie

flyer

15.01.2018 12:16

Es kann nicht sein, dass bayrische Abiturienten immer wieder benachteiligt werden - und das auch noch bei bayrischen Hochschulen. Die norddeutschen Billigabiture, bei denen regelmässig die Inhalte vorher besprochen werden (!) sind teilweise das Papier nicht wert. Dann müssen halt wieder Aufnahmetests her, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Helga86

14.01.2018 12:41

Ich sehe das auch mit gemischten Gefühlen. Sinnvoll wäre dies auf alle Fälle, um die Zahl DER Studienabbrecher zu reduzieren, DIE im Verlauf des Studiums feststellen, dass generell diese Art des Lernens / Bildung nichts für sie ist. Inwiefern oder wie tief solche Aufnahmetests schon in die fachliche Richtung gehen sollen, weiß ich nicht. Schlussendlich kommt es dann doch so, dass die Inhalte, auf die es dann bei den Tests an Hochschulen ankommt, sich früher oder später in einem neuen Lehrplan wiederfinden :-) und man dann wieder nicht wie gewollt die "Spreu vom Weizen" (geeignete und nicht geeignete Bewerber) trennen kann.

Karambambam

14.01.2018 02:25

Als ich gerade diesen Vorschlag gelesen habe war ich zunächst negativ dazu eingestellt, bin inzwischen aber der Meinung, dass es im Kontext des aktuellen bayrischen Abiturs bzw. der bayrischen Schulbildung völlig sinnvoll ist diesen Schritt zu gehen.

Am Anfang dachte ich, dass dieser Aufwand unnötig ist, da er ja die Sinnhaftigkeit des bayrischen Abiturs in Frage stellt und zudem nochmals zusätzlichen (bürokratischen) Aufwand in Form einer Prüfung darstellt.
Inzwischen bin ich aber zum Entschluss gekommen, dass die Vorteile einer solchen Prüfung überwiegen:

Zum einen sehe ich es in meinem eigenen Studium (Lehramt), dass viele Personen sich für das Studium entschieden haben, obwohl soziale und pädagogische Fähigkeiten sowie die Motivation für den Beruf bereits vor dem Studium enorm leiden.

Mit dem bayrischen Abitur erhält man die allgemeine Hochschulreife. Dadurch kann man sich an einer Universität einschreiben und möglicherweise Vorzüge genießen (billiges Mensaessen, Bücherausleihe, WLAN) aber nicht studiert. Dies kostet den Staat unnötig Geld.

Außerdem hat man mit der Allgemeinen Hochschulreife, wie es oben gefordert wird, noch nicht gezeigt, dass man in dem Fachbereich, in dem man studieren möchte, die nötigen Kompetenzen und Fähigkeiten erworben hat, dieses Studium zielführend durchzuziehen.

Da das Studium doch manchmal sehr anspruchsvoll ist, könnte man dies den potenziellen Bewerbern gleich von Anfang an vermitteln, bzw. die geeigneten Bewerber herausfiltern um somit dem Studium wieder mehr Qualität zukommen zu lassen und zu schwachen Schülern von vornherein zeigen, dass ein Studium (oder gerade dieses) der falsche Weg ist und man sich in einer anderem Studium oder Weiterbildungsart einfacher tut.

Insgesamt also eine gute Idee!