Bildungschancen

Kostenlose Bildung einführen

Von KiTa über Kindergarten, Schule und Studium bis zur Weiterbildung: Bildung soll kostenlos werden. mehr

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Kommentare (393)

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Vor allem in sozial schwachen Regionen besteht das Problem, dass Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer finanziellen Lage nicht die Möglichkeit haben eine entsprechend anständige Schulausbildung zu genießen und ihnen somit Steine für ihre Zukunft in den Weg gelegt werden. Dadurch würde die Arbeitslosigkeit weiter sinken. Außerdem haben intelligente Schüler, die eine besondere Ausbildung bekommen sollten oft keine Möglichkeit ihre Fähigkeit zu beweisen, weil die Förderung oft sehr teuer ist. Wir fordern somit eine kostenlose Bildung oder eine bessere Unterstützung des Staates.

Esther

18.01.2018 14:17

Bildung sollte in ihren Grundsätzen so günstig sein, dass jeder die Angebote in Anspruch nehmen kann und nicht durch zu hohe Kosten ausgegrenzt wird.
Da Bildung aber auch gut ausgebildete Fachkräfte erfordert, halte ich einen einkommensabhängigen Beitrag für sinnvoll, um eine Finanzierung zu ermöglichen. Zugleich sollten auch staatliche Zuschüsse ausgeweitet werden, um Bildungschancen gerechter zu gestalten.
Hier beziehe ich mich insbesondere auf frühpädagogische Angebote sowie die schulische Bildung, um Chancengleichheit zu erreichen.

Im Hinblick auf die berufliche Ausbildung durch Berufsschulen bzw. Hochschulen müsste eine sinnvolle und gerechte Lösung gefunden werden, die zu keiner Bevorteilung bestimmter Gruppen führt. Während viele Ausbildungen (z.B.Physiotherapie, deren Grundausbildung nicht ausreichend ist, um lebensdeckend zu verdienen) mit hohen Kosten verbunden sind, ist die Hochschulbildung bis auf Verwaltungsbeiträge nahezu kostenfrei. Das erscheint mir sozial nicht verträglich, insbesondere weil HochschulabsolventInnen deutlich mehr verdienen als AbsolventInnen von vielen beruflichen Ausbildungen, die nicht oder geringer staatlich subventioniert werden.

Romy

18.01.2018 10:33

Dem stimme ich mit Abstrichen zu. Generell sollte bis zu einer Erstausbildung / Erststudium Bildung kostenlos sein. Zahlen sollten das alle. Manche hier fragen, warum auch kinderlose Zahlen sollten. Dazu möchte ich anmerken: Unser ganzes Sozialsystem inkl. Rentensystem basiert auf Steuern. Diese Steuern werden von den jüngeren Generationen getragen. Wer also keine Kinder hat, der setzt zu Rentenzeiten auf die Kinder anderer. Ohne (gut ausgebildete) Kinder, welche Chancen auf gute und gutbezahlte Jobs haben, funktioniert unser ganzes Steuerbasiertes System inkl. Altersvorsorge nicht. Daher finde ich es nur fair und unbedingt notwendig, dass wir alle mehr in Bildung investieren. Die dafür gesammelten Steuern sollten allerdings unbedingt zweckgebunden für Bildung ausgegeben werden. Nicht - dass wir wie jetzt auf die Launen der Politik angewiesen sind, wieviel vom Geld, was eigentlich für Bildung gedacht ist, in andere Töpfe fließt.

Darüber hinaus sehe ich eine Abwärtsspirale bei sogenannten bildungsfernen Schichten. Es besteht das Risiko, dass Folgegenerationen immer dümmer werden, weil bspw. Motivation und Allgemeinwissen nicht weitergegeben wird (dazu existieren ja noch andere Themen). Hier sollten mehr Anreize geschaffen werden, um Bildung inkl. Aus- und Weiterbildung zu fördern. Eine Möglichkeit hierzu ist, dass dies kostenlos ist.

Ich selbst durfte von einem kostenlosen Studium profitieren. Ich finde es allerdings sehr ungerecht vielen Ausbildungsberufen und Dualen Systemen gegenüber - hier müssen teils massive Summen für eigentlich so dringend notwendige Fachkräfte bezahlt werden. Da muss dringend nachgebessert werden!

Wenn nur Erststudium/Erstausbildung gezahlt wird, sollte unbedingt an der Vorbereitung der Kinder für die richtige Berufs-/Studienplatzwahl gearbeitet werden. Wir können hier in Deutschland ja - hart gesagt - jeden unbrauchbaren Mist studieren oder Berufe wählen, die augenscheinlich für das Kind unpassend sind. Die Berufsberater, die ich kennengelernt habe, sind alle inkompetent gewesen. Das wundert auch nicht, da sie die Berufe ja nicht alle kennen können. Hier muss schon während der Schulzeit ein sinnvolles Konzept gefunden werden, damit wirklich die richtige Ausbildung gewählt und gefördert wird.

Romy

18.01.2018 10:45

Ergänzung: Was die Kinderkrippen /-gartenplätze betrifft: Unabhängig von der Kostenfrage sollte unbedingt an dem Angebot von länger geöffneten Einrichtungen gearbeitet werden. Ich kann die für mein Kind richtige Einrichtung leider hauptsächlich nur nach Öffnungszeiten und nicht nach anderen Kriterien wie Konzept, Ausstattung etc. auswählen. Öffnungszeiten von 8 - 15/16:30 sind für eine Familie mit 2 Berufstätigen selbst bei Teilzeit kaum machbar - da wir aufgrund von Stau oder Entfernung je Strecke ca. 45 Minuten nach Hause / zur Einrichtung benötigen.

Tabitha Galavan

18.01.2018 10:00

Bildung sollte aufjedenfall kostenlos sein,da es viele Familien gibt ,die keinen gut verdienten Job haben und deshalb die Bildung der Kinder nicht zahlen können. Jedes Kind hat das Recht auf Bildung und wenn diese nur wegen Geld nicht ausgeführt werden kann, ist es nicht fair.

Zitrane_HD

18.01.2018 09:45

Ich persönlich finde, dass die Bildung kostenlos sein sollte, da auch arme Familien, die sich die Schule nicht leisten können, ihre Kinder zur Schule schicken können sollten. Die Lehrer, die die Kinder unterichten sollten aber dennoch Geld bekommen sollten. Zum Beispiel vom Staat. Darum finde ich, dass Bildung auch kostenlos sein sollte.

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svble.e

18.01.2018 10:02

Ich finde die Idee von kostenloser Bildung prinzipiell gut, jedoch kann dieses System meiner Meinung nach nicht durchgeführt werden, da der Staat dieses Geld von uns Bürgern nimmt und warum sollten ältere Menschen oder Erwachsene ohne Kinder dafür zahlen, dass Kinder oder junge Erwachsene kostenlose Bildung erhalten!

Zukunft 2.0

18.01.2018 07:50

Wichtig ist, dass die Kostenfeiheit eben nicht nach der Erstausbildung endet, gerade weil wir immer mehr zum lebenslangen Lernen angehalten sind. Das Arbeitsleben fordert mittlerweile eine Flexibilität, für die unsere Bildungs- und Förderstrukturen nicht ausgelegt sind. Zwischendurch einfach mal 2 Jahre ein Aufbaustudium einlegen, weil das jetzt die gefragtere Qualifikation ist oder komplett umsatteln, weil der Arbeitsmarkt sich im bisherigen Tätigkeitsbereich negativ entwickelt ? Nicht wenn die ganze Familie am Einkommen hängt! Auch Menschen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen für eine Weiterbildung oder ein zweites (Aufbau-)Studium sollten finanzielle Unterstützung erfahren. Die Einnahmen aus Erwerbstätigkeit fallen bei einer Vollzeit-Weiterbildung/ einem Vollzeit-Studium nahezu komplett weg und oft sind auch Familienmitglieder finanziell zu versorgen. Ich finde, es ist unter diesem Gesichtspunkt noch schwieriger, sich zu solch einem Schritt zu entscheiden und in Weiterbildung zu investieren. Hier muss etwas passieren!

Jakob

17.01.2018 23:55

Es wäre natürlich sehr schön wenn Bildung kostenlos ist. Aber ich denke dafür müsste sich in Deutschland viel ändern. Im Moment wüsste ich nicht, wo dafür die finanziellen Mittel herkommen könnten.

Stephanie

17.01.2018 22:08

Was ich leider nicht verstehe ist, dass ein Studium ueber die Uni kostenlos ist, jedoch alle Handwerker und Arbeitnehmer, die nebenher studieren wollen (und das Studium der anderen finanzieren) nicht unterstuetzt wird. Mein Verstaendnis hat der Freistaaat dafuer absolut nicht - insbesondere, da wir Handwerker immer mehr benoetigen.