Wohnen

Sanierung von Altbauten in Dörfern stärker fördern

Mit der Förderung der Altbausanierung, z.B. durch Steuererleichterungen, Abschaffung von Auflagen und gezielter Beratung durch die Behörden soll Wohnraum auf dem Land erhalten werden. mehr

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Kommentare (31)

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Michael

18.01.2018 13:40

Bei der Gebietsreform (insbesondere in letzten Schritt der Zwangsvereinigungen 1978) wurden auch Fehler gemacht. So wurden z.B. auch in struktutschwachen Gebieten, wie im bayerischen Wald Großgemeinden geschaffen, bei der die einzelnen Gemeindeteile weit mehr als 10 km vom Gemeindesitz entfernt und auch nicht durch ausreichend öffentlichen nahverkehr damit verbunden sind. Die ebenfalls in dieser Zeit entstandenen Verwaltungsgemeinschaften sorgten für mehr Bürgernähe, da lokale Gemeinderäte auch über eigene Infrastrukturprojekte entscheiden können. Auch das Aussterben der Ortskerne und Ladensterben ist dort nicht so groß.
Großgemeinden mit 80 oder 100 km² (in meinem Heimatbereich z.B. Traitsching oder Wiesenfelden) tendierten in der Vergangenheit dazu sämtliche Infrastrukturkerne am Gemeindesitz zu zentralisieren und die früher autonomen "Außenbereiche" zu vernachlässigen oder im Extremfall auszubluten. In Zeiten der EDV (die es damals nicht wie heute gab) wäre eine Reform der Reform vieleicht überdenkenswert.
Was wär so schlimm wenn aus der Einheitsgemeinde Traitsching eine VG Traitsching bestehend aus 3 oder 4 Gemeinden z.B Traitsching-Sattelbogen-Wilting würde, oder aus der aus der Einheitsgemeinde Wiesenfelden eine VG Wiesenfelden-Saulburg-Zinzenzell, wo dann kein Ortsteil mehr weiter als 5 km vom jeweiligen Gemeindesitz entfernt wäre. Das wäre Bürgernähe für mich.

Zuza

18.01.2018 02:32

Wie viele alte teils sogar Denkmal geschützte Gebäude werden abgerissen, weil es günstiger ist? Das muss nicht sein. Zerstört Kulturgut. Einerseits beharren wir auf unsere Erbe und Traditionen, andererseits reißen wir sie mit schweren Geschützen ein.

Armin

17.01.2018 09:34

Wichtigste Voraussetzung für die Leerstandsbekämpfung in den Gemeinden ist eine nutzungsorientierte und weniger museale Denkmalpflege. Als grundsätzlicher Befürworter der Denkmalpflege bin ich der Meinung, dass die mit dem Ziel des Erhalts verbundenen Auflagen und Bedingungen Interesse und Anreize für die Eigentümer schaffen sollten, das Objekt zur künftigen Eigennutzung zu erhalten oder zu erwerben. Dies wird aber nur gelingen, wenn die damit verbundenen Kosten für Neuinvestitionen und Unterhaltungsmaßnahmen sich in erträglichen Rahmen halten. Eine Überforderung der Eigentümer durch überzogene Auflagen und Bedingungen wird das Gegenteil erreichen. Begleitende finanzielle Förderung über Steuerrecht und Zuschüsse können als weitere Unterstützung dienen.

Max

16.01.2018 09:13

Es gilt auch die Frist von 3 Jahren abzuschaffen in denen nur 15% vom Anschaffungspreis einer Immobilie von den Sanierungskosten steuerlich berücksichtigt wird. Wenn ein (MFH-) Altbau gekauft wird, dann sind zumeist zu allererst umfangreiche Maßnahmen zum Erhalt notwendig, Dach und Fenster. Diese Kosten übersteigen bei weiten die möglichen 15% der ersten 3 Jahre und der sanierungswillige Käufer wird steuerlich "bestraft". Die Alternative wäre, das Haus 3 Jahre lang nicht zu sanieren, keine Wohnung zu vermieten und nach Ablauf der 3 Jahre weit erhöhte Kosten in Kauf zu nehmen. Die Bausubstanz wird dadurch nicht besser.
Gerade in den ländlichen Gegenden sind u.U. auch deshalb immer mehr Gebäude dem Verfall freigegeben.

Maryy

15.01.2018 14:33

Es sollte mehr Anreiz geben, damit es sich auch noch lohnt eine Bestandsimmobilie zu kaufen. Denn momentan sind Neubauten vom Kostenfaktor gleich auf mit Altbestand und wenn man saniert, dann ist die Bestandsimmobilie unterm Strich teurer. Somit nur noch rentabel für Bauträger, die dann die Abrissbirne bestellen. Darin seh ich nicht die Zukunft!

Monika

15.01.2018 12:10

Die Auflagen bezüglich Umwelt und Brandschutz bei renovierungsbedürftigen Häusern schreckt viele vor dem Umbau ab. Leerstehende ldw. Gebäude müssten zudem erst einmal einen Nutzungsänderungsantrag stellen.
Fremdgenutzten Wohnraum zur Verfügung stellen ist für die Vermieter nicht mehr attraktiv.

Christoph

12.01.2018 23:06

Altbauten in Dörfern sind i.d.R. Privateigentum. Ich sehe nicht ein, wieso privater Immobilienbesitz mit meinen Steuergeldern subventioniert werden soll - was bekommen Menschen, die solche Gebäude nicht besitzen, im Gegenzug dafür? Gratis Wohnrecht in diesen Gebäuden? Den Förderbetrag in bar? Wenn schon sollte man eine wie auch immer geartete Erhöhung der Grundsteuer für nicht genutzte, verfallende Dorfgebäude andenken, um deren Besitzern einen Anreiz zum Verkauf oder zur Nutzung zu schaffen.